E-Ship 1 – neue Zeitrechnung in der Transportschifffahrt?

- Der Magnus-Effekt
Fossile Energieträger werden immer teurer und somit steigt der Kostendruck auf die Reederein. Die beste Möglichkeit zu sparen, ist einfach weniger zu verbrauchen. Der Windanlagenhersteller ENERCON hat diesen Gedanken aufgenommen und mit dem E-Ship 1 für die Schifffahrt sehr interessant umgesetzt.
Die vier auf dem Bild zu erkennenden Säulen sind Segelrotoren, die von Elektromotoren angetrieben werden und in Verbindung mit dem vorbei streichenden Wind Schub erzeugen. Dieses physikalische Wirkungsprinzip nennt man auch den „Magnus-Effekt“:
Das funktioniert ähnlich wie beim klassischen Segel, nur zehnmal effektiver. „Die Rotoren werden gemeinsam mit den anderen neuen Technologien an Bord den Brennstoffverbrauch und damit den Schadstoffausstoß des Schiffes pro transportierte Tonne im Vergleich zur konventionellen Schifffahrt entscheidend senken“, sagt Rolf Rohden, hauptverantwortlicher Entwicklungsingenieur und Projektleiter für das E-Ship 1 bei ENERCON. Angestrebt ist eine Kraftstoffersparnis von 30–40 % bei einer Fahrt von 16 Knoten.
Das E-Ship 1, welches auf der Cassens-Werft in Emden auch mit HOLGER CLASEN Werkzeugen fertig gestellt wurde, absolviert zur Zeit letzte Testfahrten und wird ab Sommer 2010 zum Transport von Windanlagen eingesetzt. Es wird sehr spannend sein zu beobachten, wie die Entwicklung in diesem Bereich voranschreitet. Wir von HOLGER CLASEN sind jedenfalls „hautnah“ dabei und werden Sie in unserem Newsletter gelegentlich über den Stand der Dinge informieren. Wir informieren übrigens auch auf der SMM 2010 in Hamburg. Halle B2.EG, Stand 113




